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Vortrag Heinrich Böll Stiftung

Gelsenkirchen. Die Unterbringung, der erste Schritt zur Integration der Geflüchteten, die um das Jahr 2015 herum nach Deutschland kamen, ist im Wesentlichen geschafft. Integration ist aber ein längerer Prozess, der das kontinuierliche Engagement der Kommunalpolitik und –verwaltung sowie der Bürger/innen braucht. Der Workshop beleuchtet Best Practices und innovative Ideen der generellen Aufnahme, der Arbeitsmarktintegration und des Wohnens.

KommMit! Städte und Gemeinden gemeinsam gestalten
Kommunalpolitischer Bundeskongress
Freitag, 31. März 2017, 13.00 – 20.30 Uhr
Samstag, 01. April 2017, 09.00 – 15.30 Uhr
Wissenschaftspark Gelsenkirchen GmbH, Munscheidstr. 14, 45886 Gelsenkirchen

Wir freuen uns sehr über Ihre Zusage am 1. April in der Zeit von 13:00 – 15:00 Uhr einen input zum Workshopthema Willkommenskommune konkret zu geben.

Bitte seien Sie so freundlich, Ihre Teilnahme nochmals schriftlich zu bestätigen. Gerne können Sie mir auch schon eine aktuelle Kurzbiografie zukommen lassen, die wir für die Moderation und die Kongressunterlagen benötigen werden.

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Einweihung Familienzentrum „Mobile“, Bremen

Bremen. Nach nur etwa achtmonatiger Bauphase kann das Familienzentrum MOBILE jetzt seinen Erweiterungsbau feierlich in Betrieb nehmen. Auf 118 Quadratmetern zusätzlicher Fläche können nun weitere Betreuungsangebote für Kinder eingerichtet werden sowie Beratungsgruppen für junge Familien. „Das Familienzentrum Mobile ist aus allen Nähten geplatzt – das zeigt die großartige Akzeptanz im Stadtteil Hemelingen“, sagte Senatorin Anja Stahmann. „Mit dem Erweiterungsbau hat es nun den Rahmen, den Hemelingerinnen und Hemelingern ein breiteres Angebot zu machen und ihren Bedarfen noch weiter entgegenzukommen.“ Joachim Lohse, Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, lobte die gelungene ressortübergreifende Zusammenarbeit für den Stadtteil „Das gemeinsame Ziel ist es, lebendige Stadtteile mit einer hohen Lebensqualität in den Quartieren zu schaffen und soziale Stadtentwicklung zu betreiben. Das Familienzentrum ist ein tolles Beispiel dafür, wie dies gelingen kann.“

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Buchpräsentation „Flüchtlingsbauten“ in München”

München. Seit dem großen Zuzug von Flüchtlingen nach Europa im Sommer 2015 ist ein altes Thema plötzlich wieder aktuell geworden, und ist es bis heute geblieben: Wie baut man viele kostengünstige Wohnungen in kurzer Zeit, und wie integriert man die verschiedensten, neu ankommenden Bevölkerungsgruppen? Das Handbuch Flüchtlingsbauten setzt an dieser Stelle an: Es zeigt bis heute umgesetzte Projekte und was man daraus für die künftige Stadtentwicklung lernen kann. Für das Verständnis des baulichen Kontextes auch in den Herkunftsländern führen die Autoren in geschichtliche, wirtschaftliche und politische Zusammenhänge ein.

Zu diesem Buch haben Architekten, Stadtplaner, Juristen, Soziologen, Historiker und Landschaftsarchitekten beigetragen. In ihrem Fachbeitrag „Konzeption statt Konstruktion stellen Stefan Feldschnieders und Tobias Kister als Co-Autoren heraus, dass es vielmehr um strukturelle, städtebauliche und konzeptionelle Fragen als um Fragen von Material und Konstruktion geht – schließlich ist die Modulbauweise im Ganzen gesehen nicht günstiger. Guter Wohnungsbau muss nicht neu erfunden werden – vorhandenes Wissen und Erfahrungen müssen lediglich gebündelt werden. Den Fahrplan dafür liefert dieses Buch.


Hrsg. v. Lore Mühlbauer und Yasser Shretah
ISBN 978-3869225326
Erhältlich als: Buch (gebunden)
DOM Publishers, 2016

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Häuser mit Wirkung

Astrid Labbert

Wie das Bremer Architekturbüro Feldschnieders + Kister sich mit humaner Architektur einen Namen gemacht hat.

Mit einem cleveren Wohnkonzept für Flüchtlingsunterkünfte sorgte das Architekturbüro Feldschnieders + Kister zuletzt bundesweit für Aufsehen. Die Bremer Architekten stellen den Menschen in den Mittelpunkt; ganz gleich, ob es sich um das Entwerfen von Wohn-, Arbeits- oder Lernorten handelt. Klingt banal? Ein Besuch.

Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass die Bremer Architekten sowohl in der Fachwelt als auch in der Öffentlichkeit mit ihren bunten Übergangswohneinrichtungen in Containerbauweise für Aufsehen sorgten. Es war damals eine Ausnahmesituation: Schnell sollte es gehen mit der Realisierung von dringend benötigten Übergangswohnungen in Bremen, und nicht zu teuer. „Es gab keine Vorbilder oder Handlungshilfen“, erinnert sich Tobias Kister.

Wenn die Architekten Stefan Feldschnieders (51) und Tobias Kister (53) heute in ihrem Büro in der Bremer Innenstadt auf diese Zeit zurückblicken, sind sie noch immer zufrieden mit ihrer architektonischen Antwort: „Die Idee trägt auch jetzt noch.“ Denn sie hatten wohnliche Containermodule entworfen, die sich clever zu Wohneinheiten kombinieren lassen und sowohl Begegnung als auch Rückzug ins Private ermöglichen. Darin spiegelt sich auch eine Haltung wider:

Architektur ist elementar und hat immer eine Wirkung auf Menschen, die darin leben oder arbeiten. Das ernst zu nehmen, ist uns wichtig.
Tobias Kister, Dipl.-Ing. Freier Architekt bei Feldschnieders + Kister 

Architektur: die richtige bauliche Antwort finden
2016 gingen ihre Entwürfe für die Übergangswohneinrichtung „Blaues Dorf“ in die Gruppenausstellung im Deutschen Pavillon auf der 15. Architekturbiennale in Venedig unter dem Motto „Making Heimat“ ein. Es folgte eine Nominierung zum Preis für Architektur 2017 des Deutschen Architekturmuseums. „Die Flüchtlingsarchitekten“ werden sie seither manchmal genannt. Aber darauf wollen sich die Bremer nicht reduzieren lassen. „Wir finden für die jeweilige Aufgabe die richtige Lösung, die bauliche Antwort“, formuliert Stefan Feldschnieders ihr Credo. Egal, ob Feuerwehrhaus, Industriegebäude oder Schule: Was wollen wir für eine Architektur? Wie wollen wir leben, lernen, arbeiten? Es sind Fragen, die sich Feldschnieders und Kister immer wieder neu stellen, mit jedem Auftrag oder Wettbewerb. Architektur, sagt Tobias Kister, „ist ein Lebensinhalt, der in sehr viele Bereiche hineinspielt.“

Schulen: Der Raum als Pädagoge
Seit 20 Jahren arbeiten die beiden gemeinsam in Bremen, viel haben sie für öffentliche Auftraggeber realisiert und sich unter anderem ein Standbein in der pädagogischen Architektur aufgebaut. Diese will die räumlichen Voraussetzungen für Lernen in Schulen und Kitas schaffen, oder anders gesagt: die pädagogischen Ziele in Raumstrukturen übersetzen. Fachleute sprechen auch vom Raum als „dritten Pädagogen“ neben dem Lehrer und den Mitschülern. „Das Thema Bildung ist ein wichtiger Schwerpunkt, den wir sehr nachhaltig betreiben und mit dem wir ebenfalls Erfolg haben“, betont Tobias Kister. Derzeit scheitern vernetzte und flexible Lernformen oft an architektonisch bedingten Grenzen in Schulgebäuden, die einst für den Frontalunterricht konzipiert wurden. Anders an der Oberschule Osterholz-Scharmbeck: Die Bremer Architekten haben dort das Vorreiterprojekt „Lernhaus“ mit offenen Räumen und Lernorten mit entworfen.

Orte statt Problemkieze schaffen
Doch zurück zu den Übergangswohneinrichtungen. „Wie schafft man Privatheit?“, war eine der Fragen, die die Architekten sich hier zuerst stellten – vor dem Hintergrund, dass die künftigen Bewohner aus beengten Sammelunterkünften, aus Turnhallen kommen würden. Baurechtliche Gründe führten schnell zum Containermodul, davon ausgehend entstand ein kleines Quartier: Vier bis sechs Häuser rund um einen gemeinsamen Innenhof ergeben eine Einheit mit Wohnungen, Gemeinschafts- und Verwaltungshaus, alles in freundlichen Farben gestrichen. „Eigentlich ist das drittes Semester Architekturstudium und ganz einfach“, sagt Stefan Feldschnieders. „Beim Wohnen geht es um Zonierung: vom öffentlichen, über den halböffentlichen, zum privaten Raum. Dann wird Wohnen humanitär.“ Kein nächstes Ghetto, kein Problemkiez:

Wir wollten einen Ort schaffen, keine Legebatterien..
Stefan Feldschnieders, Dipl.-Ing. Freier Architekt bei Feldschnieders + Kister Architekten BDA

Wichtig war ihnen auch, die Kleinstwohnungen in die Umgebung einzupassen statt eine Anlage mit Sonderunterkünften zu schaffen, die man später für teures Geld wieder würde rückbauen müssen. „Man sollte sich die Zeit für gute Entscheidungen nehmen“, ist ihre Erfahrung – auch in Drucksituationen. Dies sei in Bremen beim Bau der Übergangswohnheime geschehen.

Die aktuelle Herausforderung: knapper Wohnraum
Die aktuelle, große Herausforderung sehen die Architekten im knappen Wohnraum in deutschen Städten. Lebensweisen haben sich verändert, darauf müsse auch der Wohnungsbau reagieren. Bezahlbares Wohnen für Ein-Eltern-Familien, für Singles: Da brauche es neue Ideen und Entwürfe. Dass die Wettbewerbskultur in ihrer Branche auf dem Rückzug ist, bedauert Stefan Feldschnieders in diesem Zusammenhang, denn es sei eine gute Möglichkeit, „um die beste Idee zu ringen.“ Der Wettbewerb „Wohnraum schaffen“ der Architektenkammern Niedersachsen und Bremen sowie des Verbands der Immobilien- und Wohnungswirtschaft etwa hatte im vergangenen Jahr nach architektonischen Lösungen gesucht, die schnell, kostengünstig, aber mit Qualität realisierbar sind. Zu den Gewinnern zählte ein Entwurf vom Büro Feldschnieders und Kister, der nun in Hannover realisiert wird.

Dort werden derzeit auch die letzten Wohneinheiten für Geflüchtete fertig gestellt. 14 Anlagen werden es am Ende in Bremen und Hannover sein, mit insgesamt 1.500 bis 2.000 Wohnplätzen. „Diese Anlagen haben zu verblüffenden Reaktionen geführt“, erinnert sich Tobias Kister an die ersten Bezüge. „Es gab Bewohner, die haben geweint vor Glück, weil sie endlich einen Rückzugsort hatten. Als sich später zeigte, dass es weder Vandalismus noch Stress und Polizeieinsätze gab, merkten viele: Hier funktioniert etwas. Hier ist Ruhe. So kann Heimat entstehen.“

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Preisverleihung und Eröffnung der Ausstellung DAM-Preis 2017

Frankfurt. Die Ausstellung zum DAM Preis 2017 für Architektur in Deutschland zeigt Höhepunkte des aktuellen Baugeschehens in Deutschland und bemerkenswerte Projekte im Ausland von in Deutschland beheimateten Architekturbüros. Die Jury hat aus einer Longlist von 100 Gebäuden die 21 in der Ausstellung gezeigten Bauensembles in Deutschland und drei Bauten im Ausland benannt.

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Schulen planen und bauen 2.0

Hrsg. v. Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft
Autoren: Ernst Hubeli, Ulrich Paßlick, Barbara Pampe, Kersten Reich, Jochem Schneider, Otto Seydel
ISBN 978-3-86859-437-9
Erhältlich als: Buch (gebunden)
Jovis Verlag, 2017

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Feldschnieders + Kister in der Shortlist DAM-Preis 2017

Frankfurt. Die Ausstellung zum DAM Preis 2017 für Architektur in Deutschland zeigt Höhepunkte des aktuellen Baugeschehens in Deutschland und bemerkenswerte Projekte im Ausland von in Deutschland beheimateten Architekturbüros. Die Jury hat aus einer Longlist von 100 Gebäuden die 21 in der Ausstellung gezeigten Bauensembles in Deutschland und drei Bauten im Ausland benannt. Mit Beispielen zum Wohnungsbau, der Bestandssanierung, der Gestaltung von U-Bahnhöfen, Schulen und Kindertagesstätten, Fabrikationsgebäuden und auch einer Trauerhalle findet sich in der Auswahl die gesamte Breite der gegenwärtigen Bauaufgabe. Erstmalig hat die Jury eine Finalistengruppe ausgewählt, alle vier Projekte wurden auf einer Juryfahrt begutachtet. Das mit dem DAM Preis 2017 ausgezeichnete Projekt wird mit der Preisverleihung bekanntgegeben.

Parallel erscheint das Deutsche Architektur Jahrbuch 2017 in neuer Aufmachung bei DOM publishers\Berlin. Beibehalten wurde das Konzept des Buches: In eigens entstandenen Beiträgen renommierter Autorinnen und Autoren werden Preisträgerprojekt, Finalisten und Gebäuden der Shortlist sowie die Bauten im Ausland eingehend besprochen. Zwei Essays zu aktuellen Themen ergänzen die Darstellung. Auf die Diskussion in Deutschland über die Notwendigkeiten, Hemmnisse und Potentiale im Wohnungsbau bezogen ist der Beitrag „Stadtluft macht frei! Aber zu welchem Preis?“ von Ursula Kleefisch-Jobst. Der Essay zum Bauen im Ausland stammt von Robert Kaltenbrunner und ist überschrieben mit „Bedingtes Ordnen der Dinge. Wie sich Deutschland mit seinen Kultur- und Bildungseinrichtungen im Ausland darstellt“.

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Handbuch und Planungshilfe Flüchtlingsbauten

Hrsg. v. Lore Mühlbauer und Yasser Shretah
ISBN 978-3869225326
Erhältlich als: Buch (gebunden)
DOM Publishers, 2016

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Architekturführer Deutschland 2017

Hrsg. v. Yorck Förster, Christina Gräwe, Peter Cachola Schmal
ISBN 978-3-86922-549-4 (Zweite Auflage)
Erhältlich als: Buch (gebunden/Broschur)
DOM PUBLISHERS, 2017

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Der Gemeinderat – Artikel unbekannt

Hrsg. v. pVS – pro Verlag und Service GmbH & Co. KG
ISSN 0723-8274
Erhältlich als: Magazin
pVS – pro Verlag und Service GmbH & Co. KG, 2016

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Migration als Impuls für die kooperative Stadt

Hrsg. v. Jörg Friedrich, Peter Haslinger, Simon Takasaki, Valentina Forsch
ISBN 978-3-86859-451-5
Erhältlich als: Buch (gebunden/Broschur)
JOVIS, 2016

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Konzepte für eine menschenwürdige Architektur

Hrsg. v. Jörg Friedrich, Peter Haslinger, Oliver Thiedman, Christoph Borchers
ISBN 978-3-868593785
Erhältlich als: Buch (gebunden/Broschur)
JOVIS, 2016

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