Nominierung Bremer Wohnbaupreis 2018

Bremen. Unter Vorsitz von Prof. Thomas Jocher hat die zehn-köpfige Jury 50 eingereichte Projekte für den Bremer Wohnbaupreis begutachtet. Unter den Nominierungen ist auch das Übergangswohnheim Corvey Straße von Feldschnieders + Kister Architekten BDA: Am nördlichen Stadtrand von Bremen entstand 2016 ein Ensemble in Modulbauweise erstellt aus vorgefertigten Elementen, die sich in warmem Gelb, Orange und Rot voneinander absetzen. Die zwei- bis dreigeschossigen Gebäude stehen lose verteilt auf dem Grundstück entlang der Corvey Straße benachbart zu einem kleinteiligen, gewachsenen Wohngebiet aus der Nachkriegszeit. Eine markante Torsituation lädt ein in den Innenhof, den jeder der kubischen Baukörper umschließt: Innenliegende überdachte Laubengänge dienen als Erschließung der Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen für insgesamt 104 Bewohner.

Als bedeutendster Landespreis im Bereich Planen und Bauen wurde die Auszeichnung zum vierten Mal vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr Bremen ausgelobt und wird in Kooperation mit der Architektenkammer Bremen durchgeführt. Ziel ist es, das Engagement der Baufrauen und Bauherren im Land Bremen zu würdigen und Impulse für künftige Projekte zu geben.

Mitte Mai nächsten Jahres findet die Preisverleihung statt. Im Anschluss präsentieren eine Ausstellung und eine Dokumentation alle Bewerbungen in der Zeit vom 15.05. bis 24.06.2018 im Wilhelm Wagenfeld Haus einer breiten Öffentlichkeit.

 

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Viel mehr als eine Schule! Neue Grundschule Egestorf offiziell eingeweiht.

Egestorf. Bei strahlendem Spätsommerwetter begangen am letzten Septemberwochenende rund 200 Menschen die offizielle Eröffnung der Neuen Grundschule Egestorf (Samtgemeinde Hanstedt, Niedersachsen), die Anfang August mit dem neuen Schuljahr in Betrieb ging. Schüler, Lehrer, Projektbeteiligte sowie Vertreter aus Politik und Kultur feierten ein buntes Fest und nahmen die Räume – innen und außen mit verschiedenen Aktivitäten in Besitz. Der Entwurf des Bremer Architekturbüros Feldschnieders + Kister Architekten BDA ging aus einem eingeladenen Gutachterverfahren als Sieger hervor.

Das Gebäudeensemble ist ausgelegt für 140 bis 150 Schüler und besteht aus vier gegeneinander verschobenen Häusern. Rückwärtig auf dem Grundstück befinden sich die beiden Lernhäuser mit den Klassenräumen, abtrennbare Gruppenräume sowie Nischen und Sitzmöglichkeiten geben Raum für gruppenorientiertes und freies Lernen und Spielen. Das große bis in den Giebel offene Raumvolumen kommt der Raumakustik zu Gute und schafft eine offene Atmosphäre.

Der zentrale Baukörper nimmt die transparente Eingangshalle auf, die als Aufenthaltsbereich und Verteiler dient und die Räume der Verwaltung beherbergt. Die Schülerbibliothek mit dem Multifunktionsraum für Präsentationen und Besprechungen ist so angeordnet, dass sie sowohl über die Empfangshalle als auch vom Schulhof erreicht werden kann. Die Mensa als Herz vom sogenannten „Freizeithaus“ kann mit dem Musikraum als Bühne über eine Faltwand verbunden werden.

Ein großes Schaufenster zur Straße hin schafft Einblicke in das Leben der Schule und der Gemeinde, denn dieser Teil kann auch unabhängig vom Schulbetrieb etwa in den Abendstunden für Veranstaltungen genutzt werden. „Uns hat die klare Struktur überzeugt“, erklärt Olaf Muus, Bürgermeister der Samtgemeinde: „Die im Entwurf angelegte Multifunktionalität etwa für außerschulische Nutzungen erfüllt alle Anforderungen an ein modernes und zeitgemäßes Schulgebäude – so haben wir viel mehr als eine neue Schule!“

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