ÜBERGANGSWOHNHEIM FÜR FLÜCHTLINGE AM RASTPLATZ

Aufgabe war die Entwicklung einer dauerhaften Wohnanlage mit Schlichtwohnungen. Im ersten Schritt soll auf die Dauer von fünf Jahren die Nutzung für Flüchtlinge erfolgen. Im zweiten Schritt soll – mit Schaffung von geltendem Baurecht durch Erstellung eines B-Planes für Wohnungsbau – die dauerhafte Nutzung für Studenten, Alleinerziehende und Kurzzeitwohnende geschaffen werden.

Im Rahmen der Voruntersuchungen wurde eine Umgebungs- und Aufgabenanalyse erstellt. Hier sollte der Ort im Kontext der Aufgabenstellung und ihrer Anforderungen an die Gebäudestruktur untersucht werden. Im Sinne einer kompakten Aufteilung der Wohnung mit maximaler Nutzfläche sind klare Grundrissstrukturen entstanden. Um eine höhere Dichte zu erreichen, wurde von Einzelgebäuden abgewichen und eine mäandernde Anordnung bestehend aus zwei größeren Hofhäusern gewählt. Als Beitrag zur Nachhaltigkeit fiel die Entscheidung auf eine Holzrahmenbauweise.

Die Anlage fügt sich mit seiner gestalteten Außenanlage in die vorhandene Umgebung ein. Die beiden Einzelgebäude sind jeweils als Hofhaus um eine innere Erschließung konzipiert. Die Erschließung zu den einzelnen Wohnungen in den beiden Obergeschossen erfolgt über einen umlaufenden Laubengang: Zwei offene Treppenräume mit doppelläufigen Treppen sichern Fluchtwege im Brandfall. Im Bereich der nach außen positionierten großzügigen Öffnung des Hofhauses entstehen jeweils in den Obergeschossen Orte der Begegnung, die als interne Treffpunkte zur Kommunikation einladen.

An den mit Grün- und Spielflächen gestalteten Innenhöfen sind im Erdgeschoss jeweils Gemeinschaftsräume angeordnet: Hier ist es den Bewohnern möglich, außerhalb der flächenoptimierten Wohnung auf größere Räume auszuweichen. Dieses zusätzliche Angebot soll der ausgewogenen sozialen Struktur der Anlage dienen.