ALTER HAFENSPEICHER SPICARIUM

Alter Hafenspeicher – Spicarium | abgeschlossen | Bremen Vegesack

Die neue Haupterschließung des Speichers mit Fahrstuhl, 1. Rettungsweg und Brücke über die Aue wird in der Mittelachse der Ostseite als Brückenkonstruktion positioniert. Mit dieser Lösung erreichen wir eine klare und schonende Umgangsform mit dem vorhandenen, unter Denkmalschutz stehenden Speicher. Es werden die bestehenden Zugänge auf der Ostseite, die logistisch schon immer eine “Befüllung des Speichers” ermöglicht haben, als Hauptzugang reaktiviert.

Die Konstruktion wurde abgespannt und durch Pfähle in der Aue gegründet. Die angelehnte Treppen- und Fahrstuhlkonstruktion, leicht verglast und asymmetrisch an den Speicher angelehnt, erlaubt maritime Assoziationen in Form eines voll betakelten Segels oder eines Förderbandes zur Erschließung des Speichers. Sie schließt zentral mittig an die Ebenen an, fördert die Differenzierung der Einheiten über unterschiedliche Etagen. Die notwendigen Zusatzfunktionen sind im Osten positioniert und werden hier als Teil der Außenanlage in Form eines erhöhten Aussichtsplateau nur untergeordnet wahrgenommen und stärken den denkmalgeschützten Giebel des Speichers.

Der Treppenturm wurde notwendig, um dem alten Speicher eine neue Nutzung zuführen zu können. So werden die ersten beiden Ebenen für das Museum “Spicarium – maritimes Wissen erleben” und die darüber liegenden Ebenen als Büroräume genutzt. Den besonderen Charme der Räumlichkeiten wird durch die Erhaltung des alten Holztragwerks und der Geschossdecken erreicht.

Passend zur maritimen Funktion des Gebäudes wurde in der zum Platz ausgerichteten Erdgeschosszone das Museum eingerichtet. Handlungsorientierte Ausstellungselemente für Kinder und Erwachsene vermitteln spielerisch Wissen. Zur Lösung einer Aufgabe kann man die Wanten steigen oder mit hochgekrempelten Ärmeln am Wasserbecken physikalische Gesetze überprüfen. Unterschiedliche Vermittlungsmethoden und -ebenen ermöglichen eine individuelle Aneignung der Ausstellungsinhalte.