BERUFSSCHULE BWK

Bremen. Im Rahmen eines VgV-Verfahrens haben wir das besagte Gebäude untersucht und mit einer Nutzung revitalisiert. Die damalige Nutzung erfolgte unter dem Gesichtspunkt der Eingliederung von Kleinstgewerbe im Zusammenhang mit den Flüchtlingen. Auf Grund der Veränderung der politischen Lage konnte diese Nutzung nicht weiter verfolgt werden.
Die genau durchgeführten Untersuchungen zu Schadstoffen, zum Brandschutz und zum Tragwerk ließen erkennen, dass dennoch ein Nachnutzungskonzept für das Gebäude mit seiner signifikanten, unter Denkmalschutz stehenden Klinkerfassade, denkbar ist.
Der allgemeine Wunsch der Politik an diesem Ort einen Bildungscampus in Verbindung mit dem dort ansässigen Gewerbe zu integrieren führte zu der Beauftragung, die Machbarkeit einer Schulnutzung zu prüfen.
Das Berufsschulzentrum Blumenthal für Hauswirtschaft und Sozialpädagogik hatte gerade eine Phase 0, ohne Architektur, für die Schulentwicklung durchgeführt, welche nun in Architektur umgesetzt werden musste. Die Besonderheit dieser Weiterführung einer pädagogischen Phase 0 lag in der Prüfung der Umsetzbarkeit in einem festen Rahmen durch die Bestandsimmobilie. Der äußere Rahmen, welcher durch die Fassade definiert wird, bildet das Korsett, in dem die neue Arbeitsweise der Schule Raum finden soll.
Die Flexibilität der bestehenden Konstruktion ermöglicht der Veränderung der Lernstruktur, weg vom Klassenraum hin zum Cluster, gerecht zu werden. Insbesondere die neu entwickelte Lernstruktur in zukünftigen Clustern wurde über drei Ebenen in einer sehr wirtschaftlichen Art und Weise eingerichtet, die durch einen Neubau nicht weiter zu optimieren wäre.

 

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